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Welterbekonvent beschließt: Zusammenarbeit im Welterbe-Projekt wird fortgesetzt

03.06.2014 | Pressemitteilung  | Projekte

  Welterbekonvent beschließt weitere Zusammenarbeit auf dem Weg zum UNESCO - Weltkulturerbe
Aue, 3. Juni 2014: Der Welterbekonvent Erzgebirge hat am Dienstagvormittag in seiner 11. Sitzung in Aue die Fortführung der Projektzusammenarbeit bis Ende 2015 beschlossen. Ab 2016 soll dann der zu gründende Verein „Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.“ die Trägerschaft übernehmen.
 
Die Projektsteuerung (WFE GmbH) berichtete in der Sitzung, dass sich die Gründung des Welterbevereins auf einem guten Weg befindet. Über 20 einheitliche Stadt- und Gemeinderatsbeschlüsse sind in den vergangenen Wochen bereits in den am Welterbe-Projekt beteiligten Kommunen gefasst worden. Dazu hat auch der Erzgebirgskreis einen entsprechenden Beschluss gefasst, der Voraussetzung für die spätere Genehmigung ist. Die beiden Landkreise Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge werden sich nach der Sommerpause in den neu konstituierten Kreistagen mit dem Thema befassen.
 
Die Gründung des Welterbevereins ist für das kommende Jahr vorgesehen, sodass er zum 1. Januar 2016 seine Geschäftstätigkeit aufnehmen kann. Bis dahin wird die Zusammenarbeit der drei Landkreise sowie 35 Städte und Gemeinden auf Grundlage des bereits bestehenden öffentlich-rechtlichen Vertrags fortgesetzt, der dazu um ein Jahr bis Ende 2015 verlängert werden soll.
 
Dass sich die ursprünglich für 2014 vorgesehene Vereinsgründung auf das kommende Jahr verschiebt, hängt unmittelbar mit der Entscheidung der UNESCO zusammen, den Welterbeantrag „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří“ erst im kommenden Jahr in das Prüfverfahren aufzunehmen und 2016 im Welterbekomitee darüber zu befinden.
 
Wie der Konventssprecher und Landrat des Landkreises Mittelsachsen, Volker Uhlig, berichtete, liegt mittlerweile ein entsprechendes Schreiben aus Paris vor: „Der Welterbeantrag wurde fristgerecht und vollständig bei der UNESCO eingereicht. Die Regularien sehen aber vor, dass maximal zwei Anträge pro Vertragsstaat zur Entscheidung stehen. Unser Antrag wurde als dritter deutscher Antrag eingereicht. Wir haben uns auf mehreren Ebenen dafür eingesetzt, eine Sonderlösung zu finden. Letztendlich werden wir aber die Entscheidung akzeptieren und die vorhandene Zeit nutzen, um uns bestmöglich auf die Ernennung zum Welterbe im Jahr 2016 vorbereiten.“.
 
Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe steht noch eine Menge Arbeit an. Dies wurde im weiteren Sitzungsverlauf deutlich. Neben der Vereinsgründung stehen vorbereitende Marketingmaßnahmen sowie die weitere Information der Bevölkerung zum Thema „Welterbe“ auf der Agenda. Unter anderem sind die Entwicklung einer neuen „Welterbe-Homepage“ sowie die Herstellung von Informationsbroschüren und „Welterbe-Flyern“ über ein grenzübergreifendes Ziel3-Projekt für dieses Jahr vorgesehen.
 
Im Bereich der künftigen Vernetzung von Tourismus und Welterbe wurde bereits im vergangenen Jahr das Siegel „erzgebirgisch“ entwickelt, das allen Einrichtungen, Institutionen und Unternehmen in der Region zur Verfügung steht, um auf das Welterbe aufmerksam zu machen. Mit dem nunmehr vorgestellten Tourismusmarketingkonzept zum Welterbe-Projekt möchte der Tourismusverband Erzgebirge e.V. in Kooperation mit allen touristischen Partnern der Region die Destination Erzgebirge auf den UNESCO-Titel vorbereiten. Unter anderem sollen buchbare Welterbe-Angebote, verschiedene Welterbe-Touren und besondere Welterbe-Veranstaltungen mit Bezug zu den nominierten Sachzeugen der 800-jährigen Bergbaugeschichte geschaffen werden.
 
 
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