Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH
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Stand / Druckdatum: 04.08.2020

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Pressemitteilungen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

 
 

„Erzgebirgische Kochkunst“: Ziel 3-Projekt endet – aber Schatz an kulinarischem Wissen bleibt

09.12.2014 | Pressemitteilung  | 9. November - Internationaler Tag des Erfinders

  Erzgebirgische Kochkunst - deutsche und tschechische Schüler erproben sich
Erzgebirgische Kochkunst - deutsche und tschechische Schüler erproben sich
Annaberg-Buchholz. Mit einem gemeinsamen Kochen von Sauerkraut, Bratwurst und Kartoffeln – einem typisch erzgebirgischen Gericht – endet auch für die Schüler/Azubis des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft in Annaberg-Buchholz und der Berufsfachschule im tschechischen Nejdek das Ziel 3-Projekt „Erzgebirge/Krušnohoří kulinarisch erleben – Regionale Küche als Ausdruck einer (wiederentdeckten) gemeinsamen Identität im sächsisch-böhmischen Grenzraum“. Zwei Jahre beschäftigten sich die jungen Leute sowie alle weiteren Projektpartner - die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH als Lead-Partner, der Tourismusverband Erzgebirge e.V. sowie die Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz - mit dem Thema Essen als Tradition und Identität. Um Traditionen zu bewahren und mit Neuerungen der Küche von heute zu verbinden, wurde Anfang 2013 dieses deutsch-tschechische Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen.
 
Kochbuch „Erb-Gerichte“ – Kulinarische Kulturgeschichte schmackhaft verpackt
„Sowohl wir als auch die tschechischen Schüler und Ausbilder haben von dem Projekt profitiert“, resümiert Marian Haase, einer der Azubis am BSZ. Durchgängig frische Produkte nach fast vergessenen Rezepten mit Pfiff und neuen Ideen zu verwerten macht Spaß. Leitfaden wird künftig auch das im Projekt entstandene Kochbuch „Erb-Gerichte“ sein, das nicht nur Rezepte enthält sondern ein wahrer Schatz an Wissen über die kulinarische Kulturgeschichte einer gemeinsamen Region ist. Die Recherche dafür übernahm Professor Gotthard Schicker innerhalb des Projektes. Als Basis erarbeitete er eine wissenschaftliche Studie zur Kulturgeschichte der Gastronomie im sächsischen und böhmischen Erzgebirge und präsentierte diese interessierten Gastronomen und Schulen.
 
Erprobung der Rezepte bei jungen und erfahrenen Köchen
Inhaltliche Schwerpunkte dieses Projektes bestanden in der Aufarbeitung kulinarischer Traditionen, der Vorbereitung der touristischen Vermarktung des Themas und der Präsentation verschiedener Gerichte in der Öffentlichkeit - beispielsweise bei den Spezialitätenwochen und einer Kochshow im Rahmen des Bauernmarktes. Auch die auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt angebotene Brotsuppe erfuhr ihre Wiederbelebung durch dieses Projekt. Zur praktischen Erprobung der Rezepte gehörte auch, dass in den beiden Berufsschulzentren alte Rezepte nachgekocht und durch moderne Aufbereitung in die bestehende Küche der Erzgebirgsregion integriert wurden. Doch nicht nur an die Köche von morgen soll das alte Wissen weiter gegeben werden. Für die tschechischen Projektpartner ergab sich im Projekt ein weiterer wichtiger Aspekt. „Grundziel für uns wird es künftig sein, ein gastronomisches Netz der traditionellen Küche aufzubauen – ähnlich dem auf deutscher Seite. Das ist vonnöten, um die erzgebirgische Küche stärker auf die Speisekarten zu bekommen“, erklärt Petr Svatoň, Projektmitarbeiter auf tschechischer Seite.
 
Nachhaltigkeit durch Vermarktung und Weiterleben der Partnerschaften
Künftig möchte man die traditionelle erzgebirgische Küche stärker als Markenzeichen mit Erlebnisfaktor in der Region nutzen. Die Menükarten der erzgebirgischen Gastronomielandschaft werden reicher an regionalen Spezialitäten sein und komplette kulinarische Angebote entstehen. Authentisch sollen diese sein, doch das geht nur, wenn die Köche das Wissen um Tradition, Rezepte und der richtigen Prise auch in Zukunft in sich tragen. Deshalb wird das Projekt für die beiden Berufsschulen nur formell enden. Beide Seiten sind sehr interessiert, die gewachsene gute Partnerschaft weiter zu leben. Viele Anregungen und mit neuer Frische gewürzte „alte“ Rezepte liegen dank des Ziel 3-Projektes gut gebündelt vor.
 
 
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Sabine Schulze-Schwarz
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