Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH
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Stand / Druckdatum: 06.04.2020

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Neuer Bahn-Campus am Unteren Bahnhof in Annaberg-Buchholz

03.03.2020 | Newsmeldung  | Projekte

  Grafik: Jacob Müller / TU Chemnitz
Der Campus kommt: So ist es in großen Lettern seit Monaten am Unteren Bahnhof in Annaberg-Buchholz zu lesen. Sichtbar weist das Plakat auf die geplante Errichtung eines Forschungscampus zur Bahnforschung, den „Smart Rail Connectivity Campus“ (SRCC) hin. Auch wenn derzeit vor Ort noch Ruhe herrscht, laufen hinter den Kulissen bauliche und technische Vorbereitungsarbeiten.
 
Bereits im Dezember 2019 schrieb die Stadt Annaberg-Buchholz einen Architektenwettbewerb zur Planung eines Verwaltungsgebäudes im bisherigen Bahnhofsgebäude aus. Aus 24 eingegangenen Bewerbungen wurden per Losverfahren acht Architekturbüros ermittelt, die zum eigentlichen Wettbewerb zugelassen wurden. Am  2. März 2020 war Abgabetermin für die Planungsideen, am 11. März wird eine Jury die Arbeiten bewerten und einen Sieger ermitteln. Wesentliches Ziel des Wettbewerbes ist es, den modernen Forschungscampus mit einer zeitgemäßen Architektur in einem historischen, denkmalgeschützten Gebäude zu installieren und dabei gleichzeitig funktionierende, flexible Nutzungseinheiten zu schaffen. Die Ergebnisse der Jury werden dem Stadtrat am 26. März vorgelegt. Dabei soll auch der Planungsauftrag an den Sieger des Wettbewerbs erteilt werden. Ab dem 27. März haben Bürger die Möglichkeit, im Annaberger Rathaus alle Wettbewerbsentwürfe zu besichtigen.
 
Nach dem Abschluss der Planung sollen notwendige Bauleistungen in den Jahren 2021 und 2022 ausgeführt werden. Die Stadt will zur Finanzierung Mittel aus dem Programm „EFRE Nachhaltige Stadtentwicklung 2014 – 2020“ nutzen. Ein entsprechender Förderbescheid wird noch in diesem Jahr erwartet. Durch den Bau wird nicht nur der Campus vor Ort etabliert, sondern auch der Empfangsbereich für Bahnreisende optisch attraktiver gestaltet.
 
Schnittstelle Bus-Bahn am Unteren Bahnhof
 
Zu einem Campus und zu einem Bahnhof gehört natürlich auch eine gute Infrastruktur. Die Stadt Annaberg-Buchholz plant deshalb vor Ort eine neue Schnittstelle zur Verknüpfung von Bus-, Bahn- und Individualverkehr. Dadurch wird der Nahverkehr attraktiver und der Ausstoß von CO² verringert. Regional- und Stadtverkehrslinien der RVE sollen zukünftig direkt vor dem Bahnhof halten, so dass ein kurzer Umstieg zwischen Bahnen und Bussen möglich ist. Im Umfeld werden an einem P&R-Parkplatz außerdem öffentlich nutzbare Flächen für PKW, Taxi und Fahrräder geschaffen. Außerdem wird die Zufahrt zum Bahnhofsgebäude verbessert. Die entsprechende Planung wurde bereits durch die Stadt beauftragt, der vorgelegte Entwurf durch den Stadtrat bestätigt. Mit ersten Arbeiten wird 2020 begonnen. Konkret wird dabei der Bereich an den Bahngleisen zu einem Parkplatz umgebaut. Ein Förderbescheid aus dem Programm „EFRE-Nachhaltige Stadtentwicklung 2014 bis 2020“ liegt vor. Nach der Ausschreibung beginnen erste Tiefbauarbeiten. In diesem Zusammenhang ergab die Überprüfung der dortigen Linde, dass deren Standsicherheit durch Pilzbefall gefährdet war. Deshalb wurde diese am 28. Februar gefällt.
In späteren Bauabschnitten werden die Böschung zur B 101 im Bereich der Bruno-Matthes-Straße gesichert, notwendigen Leitungen verlegt, Bushaltestellen errichtet und zum Schluss die Straßendecke erneuert. Der neue verkehrstechnische Anschluss der Buslinien an den Bahnhofsvorplatz sowie an B 101 und Kreisverkehr wird gemeinsam mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr im Zuge des geplanten Ausbaus der Bruno-Matthes-Straße realisiert.
 
Forschungshalle für Bahntechnik, Kooperation mit SRCC
 
Parallel zu diesen Vorhaben arbeiten die TU Chemnitz und der Freistaat Sachsen weiter an dem Projekt einer Bahnforschungshalle. Neben dem ehemaligen Bahnhofsgebäude soll dort das notwendige technische Equipment für die Forschung am autonomen Bahnfahren installiert werden.
Rund 120 deutsche und internationale Unternehmen haben bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Projekt SRCC in Annaberg-Buchholz bekundet. Das Bahnhofsgebäude bietet dafür noch genügend Flächen für eine dementsprechende Nutzung. Diese werden derzeit im Auftrag der Stadt einer eingehenden Prüfung unterzogen. Ziel ist es, in absehbarer Zeit mit weiteren Sanierungsmaßnahmen beginnen zu können, um den Unternehmen die gewünschten Räume zur Verfügung stellen zu können.
 
 
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